Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Ein Bereich für alles das mit StarWars zutun hat, aber keinen direkten Bezug zu den Sith. (die Filme, Spiele, Romane, Serien)
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Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Khyron » 18 Dec 2017, 21:22

Heeeee, Kee'lah gerade Film geguckt...wie?...falscher Char.
So.

Einige Sith-Force Mitglieder haben sich im schönen, wenn auch seltsamen, Fulda getroffen und haben sich dort kostümiert den neuen Star Wars Film (Episode VIII - die letzten Jedi) angeguckt.

Persönlich bin ich sehr begeistert von dem Film, weil er meiner Meinung nach wundervoll an die Philosophien anknüpft, die alten Filme und Brücken baut in Vergangenheit und Zukunft.
Besonders war ich von den Charakteren begeistert. Nicht sooo sehr von den Protagonisten, sondern von den Nebendarstellern, wie Vize-Admiral Holdo (kommt wohl von Shyrans Welt, oder so) und Captain Kennedy, sowie Rose. Was mich am meisten verdutzt hat, war, dass Mark Hamil tatsächlich eine wundervolle Schauspielleistung abgegeben hat. Nicht Oscarreif, aber um Längen besser als seine Performance in der Originaltrilogie.
Effekte locken ja kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervor, aber diese hier hatten es wirklich in sich und selbst die 3D Version war endlich mal plastisch.
Die Planeten und ihre Bewohner waren toll. Aach-To und seine Fauna (Porgs, niiiiiedlich!), fiese Kasinowelt die glitzert und poliert ist, aber zutiefst korrupt und unterdrückend. Kee'lah gerne lustig-mutige Reittiere haben will. Jaja, Kee'lah wieder weg ist.
Und der Minenplanet mit seiner Salzoberfläche.

Okay, ich war vom Militär der ersten Ordnung schwer enttäuscht. Bauen nur riesige bis megagewaltige Schiffe, nur um sie zu verlieren durch dämliche Fehler.

Ich möchte nicht zu sehr auf die Handlung eingehen, da einige den Film noch nicht gesehen haben. Dennoch interessiert es mich, was ihr zu den momentanen Entwicklingen sagt. Was denkt ihr? Über die Macht, die Zukunft der Galaxis, die erste Ordnung, den Widerstand? Was haben wir zu erwarten (also nicht von EP-IX, sondern universal)?
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Re: Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Draganus-Revan » 19 Dec 2017, 11:50

Wenn ich ihn gesehen habe, kann ich ein abschließendes Urteil mir bilden. Was ich bisher jedoch hörte ging so von "wooooow, mega" bis zu "kotzwürg". Ich bin und bleibe skeptisch bis ich ihn mir angetan haben werde. Erwarten tue ich jedoch nichts mehr nach Episode 7. Er ist und bleibt für mich persönlich einfach grotten Schlecht, dass ich mir Jar Jar Binks (ja binks, nichts Adams) zurückwünsche in seiner nervigen Art. Mit Rogue One haben sie gezeigt, dass sie was gewaltiges fabrizieren könnten, wenn sie dann wollten.

Aber wie gesagt, dass abschließende Urteil folgt noch. Das ist bisher nur ein Gedankengang
"Wir sind die Roglamosh. Tausende Jahre bewahrten wir das Erbe der Sith. Nun ist es an der Zeit unser Grab zu verlassen. Die Galaxie soll vor uns erzittern, die Jedi sollen durch unsere Hand sterben. Wir sind die Roglamosh, wir sind die Vorboten der Dunkelheit. Wir sind SITH!"

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Re: Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Khyron » 20 Dec 2017, 17:32

Viel Gemecker um einen Film, der noch gar nicht gesehen wurde. Ich bin tatsächlich gespannt auf das finale Urteil...
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Re: Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Khyron » 02 Jan 2018, 09:22

Echt? Hat den keiner sonst gesehen? Ganz wirklich nicht?
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Re: Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Draganus-Revan » 02 Jan 2018, 10:48

Für Donnerstag geplant bei Khaloa und mir. Und ihr wart den schauen. ;)
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Re: Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Draganus-Revan » 05 Jan 2018, 08:42

Soooo, ich bin nun auch drin gewesen... und ich bin... naja weder überrascht noch begeistert. Ich habe einfach nichts erwartet und entsprechend nicht enttäuscht worden. Er war okay, bei weitem nicht so grottig wie Versuch Nummer 1.7. Aber halt nur okay.

Gehen wir mal der Reihe durch... Der Crawler wandert über die Leinwand. Als der letzte Satz aufschlug dachte ich mir nur "Na Herzlichen Glühstrumpf... wir haben Episode 5 neu verfilmt und verdreht. Es beginnt nahezu identisch. Die Schlacht an sich war nett, aber der Gute Kommandant des Schlachtschiffes hatte ziemlich recht. Irrsinnig und irgendwie pseudohaft dann Damerons Aktion im T-70. Es wirkte alles recht lose und ohne Zusammenhang, eher gezwungenes "Ich muss was gewaltiges einbauen".
Die Nachfolgenden Szenen waren eher mittelmäßig. Eine nette Idee einer weltraumflucht wo sich "stundenlang" nichts ändert am Screen. Um Deadpool zu zitieren "Hatte das Studio nicht mehr genug Geld für mehr X-Men?"
Luke und Rey... Das waren einige wenige Momente die ich feierte. Mark Hamil brachte hier den alten Jedi-Meister richtig gut rüber. Und das mit einer Vorstellung über die Jedi die ich vollkommen nachvollziehen kann. Jeder Moment mit ihm brachten dem Film eigentlich nur den Namen StarWars ein. Auch seine Art diese MarySue genannt Rey vorzuführen und ihr zu zeigen wie wenig sie weis und das sie doch lieber dahingehen sollte wo sie herkam. Ein wenig Balsam für meine geschundene Seele bei einer Frau die plötzlich alles konnte... Was ein wenig leid mir tut war die Tatsache, dass er sie doch als seine Erbin sieht, obwohl sie einfach Schwach war und sich nicht einmal gewehrt hatte.
Die Nebendarsteller... Ich weis nicht. Rose scheint mir da noch das meiste abbekommen zu haben, wenn auch sie ähnlich wie Finn einfach plötzlich aufploppte und Bescheid wusste... Holdo (nicht zu verwechseln mit Hodor, aber wohl ähnlich) war wohl nur eine Platzhalterin. Es wirkte alles unfertig, ihren Charakter konnte ich persönlich nicht verstehen oder ihre Beweggründe nachvollziehen. Über die dargestellte tech schweige ich mal, denn es ist SciFi. Wenn jemand meint Gorillas als Vorbild für planetare Läufer zu nehmen... Okay, wie man will. Der MonCal-Kreuzer (womöglich ein MC90?) war mir persönlich etwas unterbemittelt. Bisher hieß es immer, dass die gewaltigen MC selbst für imperiale Sternenzerstörer eine Gefahr darstellten... Dieser war so lala. Nunja. Der Abgang mit einem Instabilen Hypersprung war... genial. Die Zerstörung des Flaggschiffes der FO durch gleiches war eher ein "What-To-Fuck"-Moment. Die FO bildet hier nur noch ein jämmerliches und fast lächerliches Abbild dessen, was sie gerne sein würden. Einzig wie bereits gesagt, manche Offiziere dort hätten Potential, werden aber durch die Lächerlichkeit der Fehler oder von Personen zur Nichte gemacht.

Schwer enttäuscht bin ich von Snoke. Noch immer kein Hinweis drauf wer er ist, was er will und überhaupt. Das Klo Rennt... Ja Snoke hat so recht: Ein Kind mit einer Maske. Er sollte mal sich Hilfe suchen. Vielleicht gewinnt er dann auch mal was. Rey bleibt die MarySue und rangiert auf einer Nervigkeitsskala bei Jar Jar Binks. Finn fehlt weiterhin die Charaktertiefe. Poe ist ein dämlicher Besserwisser. Chewwie wird nun wohl dank Disney Vegan? Porgs sind und bleiben die Grundzutat für Pulled Porg Sith Edition gefälligst. Die Kasinowelt und alles war ein schöner Funken von dem ich gerne mehr wissen würde. Die Minenwelt (Krayt? Drachenwelt?) war nice aber auch ihr fehlte eine Menge und machte nur den Eindruck von wenig Budget. Leia lebt noch immer? Okay... das wird echt heftig für die nächsten Teile. Ihre Machtkräfte sollten dem geneigten Wars'ler bekannt sein, doch aus diversen Gründen hätte ich sie gerne an der Stelle tot gesehen um ihr einen Würdevollen Abschied für StarWars zu gewähren.

Fazit: Es war nichts berauschendes zu erwarten für mich. Es gab wieder (wenn auch einige mehr) nette Momente. Grundsätzlich jedoch fehlte dem Film einiges noch. Die notwendige Konsequenz für den nächsten Film um gewisse Charaktere wirklich einen guten grund ihrer Existenz zu geben, wird nicht stattfinden (Ren sollte sich aufgrund seiner Psyche am Ende besser selbst vernichten, Rey durch ihre MarySue und Schwäche der Dunkelheit verfallen, Dameron in einer Pseudoaktion drauf gehen...), aber dank kindlicher Disney-Vorstellungen eines Happy Ends nicht stattfinden. The Last Jedi hatte Potential eine wirklich düstere neue Ära zu erschaffen, die ich mir eigentlich von Episode 7 erhofft hätte, doch das ging grandios daneben.
Ich persönlich gebe Zwei von Fünf möglichen toten Jedi-Jünglinge
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Re: Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Khyron » 22 Jan 2018, 12:31

Scheinbar kommt von anderen dann erst mal nichts. Also nutze ich die Gelegenheit, um einen Link zu einem Artikel (in englisch) zu Posten, den ich nicht besser hätte schreiben können.
Er gibt so ziemlich das wieder, was ich fühle
http://fandom.wikia.com/articles/last-j ... ars-builds

Bitte lest den mal durch. ;-)
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Re: Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Khaloa » 22 Jan 2018, 17:06

Von mir kommt noch was, ich brauch nur mal Abends die Muse D:
Gleichgewicht bedeutet ewigen Wandel: Alles hat ein Für und Wider. Niemals ist Feuer nur dazu da um zu verbrennen. Es spendet Licht und Wärme. Wasser kann heilen, aber auch ertränken. Ein festes Monument kann zum Erdrutsch werden und den gegebenen Schutz verlieren. Wind bringt voran, aber kann selbst Berge zerfurchen. Wir brauchen diesen Wandel, dieses Kräftemessen. Einseitigkeit heißt Stillstand. Ebenso kann es nicht nur eine Seite in der Macht geben.
-Khaloa, Hexe von Dathomir

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Re: Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Tarren » 31 Jan 2018, 22:02

@Kyron
Der Grund warum ich solange nichts geschrieben habe ist, dass ich nicht genau in Worte fassen konnte, was ich von dem Film halte. Der Artikel, den du geteilt hast trifft meine Meinung aber ziemlich gut (sofern mein englisch nicht vollkommen verkümmert ist und ich alles richtig verstanden hab xD)

An dieser Stelle möchte ich mal den Link zu einem Video von "Nerdkultur" auf Youtube da lassen. Auch in dem wird meine Meinung größenteil recht gut wiedergegeben. Und es ist sogar auf deutsch xD
https://www.youtube.com/watch?v=zK89gzasoGw

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Re: Episode VIII - Ein Film und seine Konsequenzen ?

Post by Ace Jin » 19 Jul 2018, 13:52

Nachdem ich in den Genuss kam, den Film vor zwei Wochen meiner kleinen Schwester zeigen zu dürfen, dachte ich mir, kann ich mich noch ein weiteres Mal über die Stärken und die Schwächen auslassen: Vorab als Disclaimer - ich fand die bisherigen Star Wars Filme von Disney alle irgendwie sehenswert, natürlich mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen, aber doch sehenswert. Sie waren unterhaltsam und ich habe sie mehrmals geschaut und so war es auch bei Episode VIII (und Solo).

Fangen wir bei den Stärken an, denn wie heißt es unter Kritikern immer - erst loben, damit sich der Kritisierte nicht zu überfallen vorkommt: Der Film war von der bildlichen Inszenierung schön anzusehen. Gerade die Anfangsschlacht fand ich beeindruckend, nicht in der Story zwingend, aber von der optischen Wahrnehmung. Das Ganze setzt sich unverblümt mit der Insel von Luke, sowie die späteren Endszenen fort. Während ich dem Grundplot (Verfolgungsjagt) nicht viel abverlangen konnte, hat der Film so einiges richtig gemacht – etwa der plötzliche Tod von Snoke – die faktische Zerlegung von Poe, als auch die filmische Darstellung von Luke Skywalker. Dass Snoke nicht weiter erklärt wird, fand ich auch schade, aber der Überraschungsmoment wiegt diesen Manko auch wieder auf. Auch die Charakterentwicklung von Kylo fand ich nicht schlecht – der zerrüttete Vatermörder, der seinen familienauslöschenden Plan doch nicht umsetzten kann, seinen Mentor tötet und sich selber zum Obersten Anführer aufschwingt. Trotz alledem, bleibt er zerrüttet und unberechenbar und damit angreifbar auf der neuen Position in der Ersten Ordnung. Dies bietet eine spannende Entwicklungsmöglichkeit für den nächsten Teil. Apropos Erste Ordnung: Die hat im Film einige lichte Momente gehabt – Kapitän Kennedy (natürlich ein ehemaliger Altimperialer) gab der Ordnung ein Gesicht, mit dem man tatsächlich Kompetenz verbinden konnte: Leider wurde der Kapitän zu schnell erledigt, auch aufgrund der Untätigkeit der Kollegen von den anderen Kapitalschiffen (ich meine: Sie sehen, dass dieser schwere Kanonenträger seine Punktverteidigungswaffen verliert und überlassen es seinem Schicksal? Da waren mehrere Sternzerstörer, die hätten sofort eingreifen und helfen müssen, aber wie schon in der Tradition von Episode VI bleiben sie an Ort und Stelle und schauen dem Chaos zu, aber dieses Mal ohne guten Grund). Auch einige andere imperiale Gesichter…äh…Gesichter der ersten Ordnung zeigten mir, dass die Ordnung nicht nur aus Kindern und jungen erwachsenen bestehen. Hux dagegen wurde von Disney als ernst zu nehmenden Schurken abgeschrieben: Ich kenne nur eine Szene, in der er nicht gänzlich eine lächerliche Figur gemacht hat und das war ganz am Ende, als die Basis der Rebellen gestürmt wurde und Hux kein Wort gesagt hat. Es ist nicht mal die Schuld der Figur selbst, sondern von der Inszenierung.
Rey finde ich immer noch symphytisch, aber gleichzeitig als Rollenspieler vollkommen unerträglich. Man hätte den Film nutzen können, ihren Mary Sue Charakter mit mehr Schwächen und Vielschichtigkeit zu bestücken. Obwohl Luke ihr gezeigt hat, dass sie nichts über die Macht weiß (woher auch?) machte sie auf ihre liebeswürdig Art weiter und rettet mal wieder den Tag: Nicht nur, dass sie wohl mal wieder Kylo, der von Snoke und Luke Jahrelang ausgebildet wurde, gewachsen ist, - sie musste natürlich auch die exakt gleiche Anzahl an Wachen wie er erledigen, damit dieses Gleichgewicht sogar mathematisch überprüfbar ist.
Was haben wir noch? Luke – optisch sehr gut umgesetzt – enttäuscht für mich auf ganzer Ebene: Die Kritik dürftet ihr schon öfters gelesen oder gehört haben, aber ich wiederhole, dass Luke Skywalker, der Mann, der selbst Darth Vader erlösen wollte (den schlimmsten Massenmörder der Galaxis), seinen eigenen Neffen töten wollte, wenn auch nur für einen Moment. Ganz schwache Leistung, Disney. Die Charakterisierung hat mich nicht überzeugt, genauso wenig, wie die Tatsache, dass Luke nach seinem „Fehler“ lieber das Weite sucht, um zu sterben, als für den Rest der Galaxis da zu sein. In der Tat – der Jedi Meister ist kein Held mehr. Auch sein Endkampf mit Kylo macht es hier nicht besser: Akzeptiert man aber die Tatsache, dass Luke so geworden ist, wie er ist, dann hat er für sich überzeugt.
Am schlimmsten fand ich als Figur Rose: Furchtbar, einfach furchtbar, für mich sogar schlimmer als Jar Jar Binks. Finn war ganz okay, nur wirkte es im ganzen Film so, als wüsste man nicht, wohin mit dem Charakter, also hat man diesen Codeknackerplot mit eingebaut.
Die Kritik, so erschlagend sie auch wirkt, soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film mich gut unterhalten hat. Lässt man sich darauf ein (für mich rangiert nach Episode VIII die Disney Hauptfilme auf einer Stufe wie mit Fanfilmen), dann kann man Episode VIII als gut gemachte Worst Case Kanonvariante der Galaxis betrachten. Und alleine unter diesen Gesichtspunkt kann man mit der nötigen Gelassenheit hineingehen und den Film genießen.

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